Mittwoch, 12. August 2009

provinzproblem

hier in der provinz ist es wahrlich schwierig, ein unternehmen zu finden, das muttis wohnung leermacht. ich hab nach einer halben stunde internetrecherche nur 2 solche firmen gefunden, und die sind immer noch ca. 60 km entfernt.
von diesen 2 hat ein dienstleister überhaupt keinen termin mehr frei vor mitte september, der andere hat momentan betriebsferien und muss danach "erst mal schauen".
außerdem konnte mir ein betrieb nicht mal eine idee davon vermitteln, was das ganze kosten wird ("das ist immer verschieden, kommt auf die wohnung an und wo man parken kann (hä??), und wie viel sachen da sind und wie schwer die sachen sind (nochmal hä??), ich kann da nix sagen")
die andere firma war da zwar sehr präzise, sie rechnen pro mann (sie kommen mit 3 leuten) pro stunde ab, dann kommt das auto dazu und dann die deponiekosten.
bei der wohnung, die es leerzumachen gilt, müsse man mit etwa 1.400 € rechnen.
aha. soo viel also. damit hab ich nun nicht gerechnet. selbst wenn wir das durch 3 (geschwister) teilen, isses immer noch ein haufen geld. und ein geschwister von den dreien hat gerade genug zum leben, also müssten wir durch 2 teilen.
und dann bleibt immernoch die frage offen, ob diese firma überhaupt noch einen termin frei hat...

aber andererseits seh ich mich keine massiven schränke selber die treppen runterschleppen. ganz zu schweigen davon, daß container ja auch nicht umsonst sind, und man womöglich 2 braucht, weil ja getrennt werden muss.
irgendwie fühl ich mich gerade leicht bis mittelschwer überfordert...
toll, echt toll.

Kommentare:

  1. Lass dich erstmal feste drücken.
    Sind die Möbel denn "schrottreif"? Hier gibt es soziale Möbeldienste, die gern intakte Möbelstücke abholen. Völlig kostenfrei. Oder ihr schaltet ne Kleinanzeige und verkauft/verschenkt was wer brauchen kann. Den Rest bekommt ihr dann sicher selbst beräumt. Kopf hoch, ihr findet ne Lösung!

    AntwortenLöschen
  2. Frag doch mal bei der Caritas nach - die machen das oft umsonst oder sehr günstig, weil sie die Sachen in ihren Caritas-Läden teilweise weiterverkaufen. Ich weiß zwar nicht, ob das überall so ist, aber zumindest kenn ich das so in meiner Region.

    AntwortenLöschen
  3. Habt ihr denn keine gemeinnützige Organisation in der Nähe? Oder in der nächst größeren Stadt? Kirchlich oder sonstige? Annoncieren ist auch eine Möglichkeit. Es gibt etliche, wo man das kostenlos kann.
    Oder doch auseinanderschrauben und Sperrmüll?

    (Mal nebenbei bemerkt: es ist sicher sehr traurig, die Sachen wegzugeben ...) alles Liebe, Ingrid

    AntwortenLöschen
  4. takinu, alles was noch brauchbar war, ist eigentlich schon weggegeben. und die wohnung ist noch immer voll...
    mrs. karibale, die caritas ruf ich morgen mal an. obwohl ich hier in der gegend noch keinen laden von ihnen gesehen hab. trotzdem lass' ich es nicht unversucht. danke für den tipp.
    ingrid, das sind teilweise massive alte (kleider)schränke. die sind nicht geschraubt, sondern noch verzapft. da hilft nur die axt, denn sie sind schon recht verratzt.
    verkaufen wollen wär da schon unverschämt.

    und, alles was traurig war zum weggeben, haben wir unter uns verteilt. auch einige möbel.
    ich finde es am traurigsten, daß mutti nicht mehr da ist. an den sachen, die jetzt noch in der wohnung sind, hänge ich nicht wirklich.

    AntwortenLöschen
  5. Huhu Claudia,
    gib eine Zeitungsanzeige auf: Selbstabholer dürfen kostenlos mitnehmen, was ihnen gefällt, wenn sie es auch abbauen. Da kommen garantiert ein paar Leute.
    Würde notfalls die Kosten für so ein Unternehmen senken (Zeitersparnis).

    AntwortenLöschen
  6. Ich lese gerade die Antworten, und wollt Dir auch sowas vorschlagen... bei uns gibt es z.B.Arbeitsloseninitiativen, die holen die Möbel ab und verkaufen sie für wenig Geld. Oder einfach versuchen zu verschenken an Selbstabholer. Auch für kleine Dinge und Hausrat gibt es hier viele Abnehmer.... Versuch es doch erst einmal da...dafür soviel zu bezahlen käme mir nicht in den Sinn.
    LG, Petra

    AntwortenLöschen
  7. Ich habe das mal hier in der Nachbarschaft erlebt. Eine alte Dame war verstorben und die Angehörigen haben nen Wohnungsflohmarkt veranstaltet. Sie waren in der Wohnunga an dem Tag dabei und es ging recht viel weg. Der Rest kam dann in Sperrmüll. Für solche alten stabilen Schränke sollten sich doch Interessenten finden. Das ist doch Qualität.
    Wie auch immer ihr es machen wollt. Ich drück die Daumen, dass es alles gut geht.

    AntwortenLöschen
  8. danke erstmal für all eure tipps. ich weiß noch nicht genau, wie ich's mache. mal sehen und mit bruder besprechen...

    AntwortenLöschen